Akupunktur

Das Qi mit Nadeln zum Fließen bringen

Die Akupunktur ist hier im Westen das bekannteste Verfahren der chinesischen Medizin. Hierbei werden feine Einmalnadeln in bestimmte Körperregionen eingebracht und für ca. 20 Minuten belassen. Über die 361 Akupunkturpunkte, welche sich auf bestimmten Leitbahnen (Meridianen) befinden, ist die Lebensenergie „Qi“ und somit alle Organe des menschlichen Körpers gut zu beeinflussen.

Je nach Nadelführung wirkt die Akupunktur beruhigend oder stimulierend. Hierbei werden in der TCM verschiedenste Stichtechniken und -tiefen angewendet, die den individuellen Erfordernissen entsprechend angepasst werden.

Nach dem Einstechen zwirbelt der Akupunkteur die Nadel zwischen den Fingern und löst so das "Deqi" (Ankommen des Qi) aus. Wenn Sie bei der Behandlung ein leichtes Elektrisieren oder ein Druckgefühl verspüren, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass die Behandlung anschlägt. Bei Behandlungsbeginn kann es unter Umständen zur Verstärkung der Symptome kommen, bevor diese wieder abklingen.

Die feinen Nadelreize verhindern u. a. die Weiterleitung des Schmerzreizes zum Gehirn und veranlassen den Organismus psychisch entspannende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Stoffe zu produzieren.

Mikrosysteme der TCM: Schädelakupunktur, Ohrakupunktur, Triggerpunktakupunktur

Neben der klassischen Körperakupunktur können sogenannte Mikrosysteme behandelt werden: Ausgehend von der Annahme, dass sich der gesamte Körper auf einem kleinen Körperareal abbildet, können durch Akupunktur neurovegetative Reflexe ausgelöst werden, die Beschwerden positiv beeinflussen. Vorrangig gehören zu diesen Behandlungen die Ohrakupunktur, die Schädelakupunktur und die Triggerpunktakupunktur.

Moxibustion – Wärme punktgenau einsetzen

Unter Moxibustion (Moxa-Behandlung) versteht man das körpernahe Abbrennen von Beifusskraut. Sie ist als medizinisches Verfahren genauso alt wie die Akupunktur. Über die Nadeln werden Moxa-Kegel aufgesetzt und angezündet, wodurch den Akupunkturpunkten und gleichzeitig über Verschaltung dieser mit den Organen Wärme zugeführt wird. Um Schmerzfreiheit zu erreichen, ist diese Therapie bei 90 % der Behandlungen zwingend erforderlich.

Schröpfen – Anregung der Durchblutung

Beim sogenannten Schröpfen werden auf die zu behandelnden Hautpartien kleine gläserne Hohlgefäße gesetzt, in denen ein Vakuum erzeugt wird. Durch diesen Saugdruck entsteht ein starker Reiz auf das darunterliegende Gewebe und – durch Reflexmechanismen – auf die inneren Organe.

Dieser regt einerseits die Durchblutung an, andererseits werden auf diese Weise Krankheit verursachende und schädliche Umweltfaktoren ausgeleitet

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